Met Stijn over Stok & Steen
8. Dezember 2007
Gestern (Freitag) und heute (Samstag) waren typografisch interessierte Studentinnen und Studenten der HBKsaar zum wiederholten Male in den Räumlichkeiten der Völklinger Handwerkergasse zugange. Während diese sonst nur faul an ihren modernen Computern sitzen und versuchen, nach Pierre Bézier benannte »Anfasser« in die Horizontale zu zwingen, wurde diesmal körperliche Arbeit gefordert:
Schrift Hacken
– so der Name des Workshops, bei dem es galt, möglichst viele Buchstaben in Sandstein, Marmor oder gar Granit zu hauen bzw. hacken (je nach Technik).
Unter der Anleitung des grandiosen Boris Engelbrecht, (Schriftbildhauer und -Künstler, ein Meister seines Fachs) gelang es allen Studenten, der steinernen Oberfläche zudringlich zu werden. Verschiedenste, gar tiefsinnige Buchstaben, Ziffern und gar Worte wurden gehauen, sie werden bestehen, wenn die Protagonisten schon längst dahingeschieden sein werden.
Doch dies konnte uns den Spaß nicht verderben, wir meißelten und beizten munter drauflos, dazwischen gab es straffe Koffie oder auch ein Fleischkäse-Weck. Heute Mittag wurde gekocht, von den fleißigen Studenten Typontifex und Typopp. Alle haben aufgegessen, dazu gab es Wein, ein Hoch auf die Völklinger Lebensart!
Nähre Erklärung im Folgenden (bebildert):
Die Räumliche Situation:

Auf der Suche nach geeigneten Steinen:

Planung ist wichtig:

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Work in progress:



Resultate zweier Workshop-Tage:




Vielen Dank nochmals an Boris für einen wirklich interessanten und guten Workshop und an Indra, die für das Stattfinden letztlich verantwortlich ist. Super!
9. Dezember 2007 at 1:15
Super? Super!
Ich verlink diesen Post mal im Fotoalbum des ersten Workshoptermins.
Kann mich nur wiederholen: Super!
15. Dezember 2007 at 8:40
Sehr fein. Wie gerne wäre ich dabei gewesen. Meine trauer ist unermeßlich.
15. Dezember 2007 at 11:07
Lieber Typorno,
was ein Glück, dass ich gerade heute ein 8 mm Schrifteisen erworben habe – nicht zu vergessen, vor einigen Wochen schon, zwei 500 g Fäustel. Was liegt da näher, als in den nächsten Tagen die Fensterbank Ihres Vertrauens mal näher unter die Lupe …
ahoi